Zweiter Stopp: Leuchten

Langsam versinken die Berge und der Idro-See in der Dunkelheit. Fernes Leuchten, eine laue Juninacht. Entspannter Plausch weit oben auf der Terrasse. Ein kühler Drink. Die Nacht sinkt tiefer und tiefer über die Wiesen, die Bäume herab. Tiefblaue Schwärze zieht auf, leicht beschienen durch eine Lichtaura; sie umhüllt den wohligen Ort. Dann ein Aufblitzen, ein Leuchten; einsam, klein, intensiv; nicht weit, dort wo die Rosen stehen. Es tanzt und torkelt, blinkt, verlischt. Plötzlich ein Zweites, ein Drittes. Die Wiese füllt sich mit Leben. Staunend werde ich von einer nie erlebten Atmosphäre gefangen. Der Blick schweift von Glühpunkt zu Glühpunkt. Die nahe Wiese verwandelt sich, ebenso wie der Rasen in eine wild blitzende Disco, deren Lightshow jeden Rave, jede Drohnenshow in den Schatten stellt. Tief verwoben in der Natur, zeigt diese ihre wundersamen Wunder, ihr faszinierendes immer anders Sein.