Am Beach

Ein neuer, alter Kraftplatz am langen Strand. Der weiche Boden aus zermahlenem Fels, Muscheln und Ähnlichem lädt zur Bewegung ein. Ich spüre die Energie des letzten Jahres. Felsen rufen zum Sitzen auf. Die Ruhe in der frühen Sonne schwingt in der noch frischen Luft. Das Meer fordert zum Schwimmen auf. Badewannenfrische.
Neu ist die Erfahrung mit der Strandbar, die vormals nur als Fahrradparkplatz genutzt wurde. Den Blick in die Weite schweifen lassen. Die Elemente jenseits des Bistrotisches. Fels, der sich zu Bergen türmt, um dann von Wind und Wasser zernagt zu werden. Wieder das Vergänglichkeitsthema. Der strahlende Himmel, die wärmende, brennende Sonne. Wohltuend und dörrend.
Menschen beobachten, die ihre kurze, freie Auszeit genießen. In Reihen braten sie, kühlen sich zwischendrin ab. Viele wollen sich zeigen; prominieren, posen, machen. Wie schön, dass es sie gibt. Manche, wie der Junge mit dem frechen Bun über stoppeligem Haarschnitt erfreuen, locken ein inneres Lächeln hervor. Andere geben Anlass über sie zu Lästern. Gesprächsstoff, Abgrenzung, die sie wahrscheinlich auch betreiben. Ein wenig fehlt mir die leere Ecke, die ich am Tag besetzen kann. Wo kann ich am Tag – einfach – sitzen. Ohne Blicke, ohne Blick.