Die Tage verfliegen, wie die dunklen Wolken, die über den zu warmen Winterhimmel ziehen. Man hat das Gefühl, kaum setzte man am Morgen das ungeschützte Bein in das kühle Zimmer, verlässt das warme Bett, beginnt die Dämmerung. Ein Lehrstück für die Vergänglichkeit. Dann sind die Atemzüge (warum sprechen wir immer von Minuten?) zu schätzen, in denen wir denkend verweilen können. Genussvoller Schwermut, der von den wärmenden Strahlen der Sonne träumt.
In einer Welt, in der Wirre Gestalten die Atomkraft grün anstreichen wollen. Irgendwie wird die Menschheit es schon schaffen, sich hinzurichten. Leider erst dann werden die Egoisten und Narzisten, die Blinden und in der Folge die Menschheit begreifen, wie vergänglich sie sind. So vergänglich, belanglos und flüchtig, wie die ziehenden Wolken. Auch wenn sie im vergehenden Moment bedrohlich und düster erscheinen. Doch auch das geht vorbei. Jeder Schein verflüchtigt sich. Der Gedanke lässt ein Lächeln um meine Mundwinkel spielen. Behaglich lehne ich mich zurück in das gemütlich-warme Kissen und überlege, welches Buch ich zur Hand nehmen sollte.