Der Himmel über Heraklion war genauso dicht und grau, wie der über Hamburg. Nur etwas wärmer. Die Gesichter an den Airports waren genauso gelangweilt wie immer. Haben sie nichts erlebt? Leben sie noch? Keine Energie, von der sie zehren konnten? Wenn es nicht aus dem Inneren kommt, kommt es nie.
Meine Energie ist leider auch runter. Da hilft nur Willenskraft und Ausdauer – Geduld und Vertrauen. Das kalte Wetter schlägt auf die Atemwege, der Körper verlangt nach Ruhe. Atemübungen! Der Materialismus der westlichen Welt, der sich hier primär in einer Baustelle formuliert, versucht den letzten Nerv zu rauben. So manche Kälte kriecht in Geist und Körper. Doch das Wissen und Vertrauen darauf, dass es weiter geht, die Freude darüber, dass ich Zeit für Entwicklung habe, stärkt mich.
Die Welt, die materiellen Dinge, die Menschen sind unberechenbar. Vielleicht muss man viele von ihnen hinter sich lassen. Heute ist der erste Tag…