Wut. Die Äste unter dem seit heute wieder grauen Himmel sind auf einer Seite mit Moos bedeckt. Ein wunderbarer Anblick im Vorfrühling. Wut. Ach, was waren das für schöne Tage in der Sonne, die hoffentlich bald wieder kommt. Gedanken, die zu Wut führen wollen. Langsam gehen. Konzentration auf den Atem. Mitgefühl.

Eine erste Narzisse blüht einsam in den noch dunstigen Himmel. All die armen Menschen. Der graue Himmel wird verschwinden, der Sonne erneut weichen. Wie der dunkle Nebel, der versucht ins Herz zu dringen. Leiden gehört zu den Menschen, wie der Mensch in die Welt gehört. Es nutzt nichts, wütend zu sein, noch weniger wütend zu werden. In solchen Zeiten ist es wichtig, das Glück in dem wir leben zu nähren. Durch Liebe zu den Menschen, zur Welt. Die Krokusse sind heute ein wenig bedeckter als gestern. Haben sich im leichten Sprühregen zusammengezogen. Zusammengekauert, wie die armen Menschen in den U-Bahn Schächten der bedrohten Städte. Einzelne Tropfen erreichen mein Gesicht. Welch ein Glück, keine Bomben. Bitte nicht noch mehr Waffen. Jede Waffe tötet. Nicht noch mehr Wut und ihr Kind, der Hass. Einatmen, ausatmen. Ein wenig Frieden sein, in dieser wirren Welt, die, wenn man klar in die Weite schaut, so frei und offen ist, wie sie nur sein kann.