Weißes Intermezzo

Die zweite Nacht rieselt es nun, deckt alles zu. Selbst meinen Beitrag über Zufriedenheit. Zugeschneit, eingefroren; muss erst wieder auftauen. Es rieselt im Kopf. Sanft, langsam, entschleunigend. Doch es erscheint nur so, dass alles gedämpft ist. Schon gellen freudige Rufe und Schrei der Kinder um die Ecke. Fett plustert sich die Taube auf der Birke, während Schneemänner, noch runder als der Vogel, gebaut werden. Mal mit Ästen mit Burtonesquen Armen, ab und zu sogar mit einer Mohrrübe. Sie mag später als Futter für die Vögel dienen, die ohne Nest im Gebüsch kauern oder sich an Futterstellen tummeln. Selten ein Piepsen in der winterlichen Ruhe. Eine Drossel lässt sich auf dem zugeschneiten Telefonkabel nieder. Vor mir prasselt der von den Schwingungen gelöste Schnee nieder.
Ich bin froh um jede entspannte Sekunde, die mein Blick über die Landschaft schweifen darf. Wärme umschlingt mich von innen und außen, Deleuze erhitzt gar meinen Kopf. Sinn, der Problembegriff, Nachdenken über das Denken werden über viele Seiten diskutiert und definiert. Schneetreiben im Kopf, ab und zu eine Böe, die sicher Gewusstes erneut durcheinanderwirbelt, bis es sich setzt. Manches wird schmelzen, muss dann erneut erschlossen werden. Auf den nächsten Schauer warten. Genussvoll.